Schaschi & Rippi - wachtelwelt

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Schaschi & Rippi

Über Mich > Die Hasen > Warum Nur Hasen?

Angefangen hat alles mit einem Telefonanruf meiner Schwiegermutter am 02.03.2014. Sie sagte, vor dem Marktcafe in Isen sitzt ein Hase und sie hat nun an mich gedacht, da ich doch Ställe habe. Sie fragte mich, ob ich den Hasen kurz nehmen könnte, bis man wüsste wohin er gehört. Ich fuhr also dort hin und hatte nicht damit gerechnet, dass sich bereits schon eine Menschentraube um den Hasen versammelt hatte, der zwischenzeitlich mit einem Gitter zum weglaufen gehindert wurde. Der Hase saß wirklich mitten auf einer kleinen Wiese in der Stadt. Nicht auszudenken, wenn vor meiner Schwiegermutter z.B. ein Hund den Schnuffi endeckt hätte oder ihn zwei Meter weiter ein Auto überfahren hätte. (Bild)

 

Ein kleiner Stall für den kurzen Aufentalt war schnell gefunden. Jetzt noch Aushänge in Isen rund um den Fundort und im Internet inserieren und schon dachten wir, ist der Schnuffel wieder bei seinen eigentlichen Besitzern.(Bild)

 

DENKSTE ! ! !


Kein Schwein hat sich gemeldet! Ich weiss nicht was mit den Leuten los ist?! Das kann nur bedeuten, dass er ausgesetzt wurde... echt unverschämt. Leider war das nicht die einzige schlechte Nachricht - ich stellte fest, dass er unter seinem Hintern einen ca. 10 cm großen angetrockneten, plattgedrückten Kotballen hatte, den ich mit sehr viel kleiner Fieselei beseitigen konnte. Es war echt schwer das er ruhig blieb, also musste ich eine Decke um ihn werfen. Nach der Prozedur sah es im Wohnzimmer aus, als hätte jemand eine Böller in  10 kg Watte gesteckt. (Bild)

Leider war das noch nicht alles. Wir stellten schon nach ganz kurzer Zeit fest, dass der Schnuffel nichts frisst... Ich hatte davor leider noch nie mit Hasen zu tun und googelte kurz. Schnell stellte ich fest, dass dies lebensbedrohlich für Hasen sein kann. Wir hatten natürlich gleich Angst um den Hasen und riefen unseren Tierarzt an. Unser netter Tierarzt hat den Schnuffel eine Aufbauspritze verabreicht und müssen den Hasen mit einer Paste zwangsernähren, was wir dann auch taten.


Unser Tierarzt teilte uns außerdem mit, dass es sich hier um eine Häsin handelt. Wir dachten es sei ein Rammler ;-).

Umso glücklicher waren wir, als nach zwei Tagen die ersten Murmeln im Stall zu finden waren und wir die Kleine zum ersten Mal fressen sahen. (Bild & Video)

HIER VIDEO

 

Wir machten den Aufenthalt für die Kleine so angenehm wie möglich... Ich kaufte noch schnell einen kleinen Auslauf, damit sie sich nicht ganz so eingepfercht fühlte.

 

Nach  4 Tagen beschlich mich langsam das Gefühl, dass wir die Häsin wahrscheinlich nicht zu ihrem Besitzer zurück bringen werden, da er sich einfach nicht meldet. Wir hatten die Aushänge überall verteilt, aber leider meldete sich niemand und nun mussten wir überlegen, ob wir die Häsin wieder weggeben sollten. Die Alternative war Tierheim oder bei wir finden jemanden online, der die Kleine gerne hätte.

Ich fragte meine Frau was wir jetzt machen sollen und sie sagte: "Ich weiss das die Kleine es nirgendswo so gut haben wird wie bei uns, wenn wir uns darum kümmern."

Mit dieser Aussage haben wir noch einmal eine Nacht darüber geschlafen, da es eine sehr schwere Entscheidung war und einen langen Rattenschwanz mit sich führte. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir niemals Tiere wie Hasen, Meerschweinchen und andere Fress-und Kackmaschinen haben wollen ;-).
Wir dachten natürlich auch an die Kosten, die viele Arbeit und auch an die Bedingungen, die (EIN GLÜCKLICHES) Hasenleben mit sich führt.
Für uns stand von Anfang an fest, wenn wir uns ein Tier anschaffe, dann mit allen drum und dran -  von den Kosten, den Tierarztbesuchen und den Aufwand/Bau eines wirklich angenehmen Stalls und Auslaufes.

Ich machte mich nun also gleich an die Arbeit und baute einen schönen Stall und im unteren Bereich einen kleinen Auslauf, damit sie erst einmal besser untergebracht war.

Der Stall hat 2 Etagen, verfügt über eine Treppe einen Urinablauf sowie einen kleinen Schutzraum.
Da die Häsin nur unten im Grünen ihr Geschäft erledigte, benötigten wir keine speziellen Gitter, Folieneinbauten und Urinabläufe im oberen Bereich.
Wir haben uns darüber sehr gefreut, da es die Arbeit sehr erleichtert und ich unten nur noch Hachschnitzel einbringen muss und es leicht reinigen lässt.

Wir haben in der Zeit lange überlegt wie wir die Kleine nennen wollen und unsere Wahl viel auf SCHASCHLICK.

Da wir Schaschlik nun schon ein paar Tage hatten und wir uns mittlerweile nun schon ein wenig mit der artgerechten Hasenhaltung beschäftigen konnten, meinte meine Frau nun mit  Nachdruck, dass noch ein weiterer Hase her müsste. Wir stellten eine Suchanzeige bei Ebay online und zwei Tage später meldete sich eine Hasenaufnahmestation, die einen passenden Hasen hätte. Es vertragen sich nicht alle Hasen miteinander und so machte ich mir Sorgen um den Auslauf, da man ja auch eine neutralen Ort für die Zusammenführung haben muss. . Binnen 2 Tagen baute ich noch auf die Schnelle einen großen Freilauf mit Untergrabschutz sowie ein paar Höhlen und einer Abdeckung mit Vogelnetzen (was sich später als schlecht für die Vögel und Schneelasten herausstellte- jetzt befindet sich Maschendraht über dem Freilauf und das funktioniert super).

Der Stall war nun mit dem Freilauf verbunden und die Chefin (meine Frau) hat es zum Glück abgenommen ;-).
Jetzt sind wir Tom den Hasen holen gefahren und tauften ihn bei Ankunft gleich um in RIPPCHEN.
Wir führten die beide in ihre neuen Freilauf zusammen und nach etwas rumgezicke waren die beiden ein Herz und eine Seele.

Nach dem Machtkampf und dem anschließenden "vertragen" freute sich Schaschlick so sehr, dass sie sich immer wieder auf dem Rücken warf. Bei Hasen bedeutet dies extreme Freude. (Bild)

Jetzt stand der Winter bald vor der Tür und ich baute den zwei Schnuffeln daraufhin noch einen zusätzlichen vollisolierten Stall.

 

Ein kleiner Anstrich und der Winter kann kommen.

 
 
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